Planfeststellung zur Stilllegung
Die BI Morslegen informiert gemeinsam mit dem BUND Sachsen-Anhalt über das Schließungskonzept der „Altlast“ Morsleben und die Kritikpunkte daran. Es gibt viele offene Fragen zum tatsächlichen Gefahrenpotential, technischem Konzept und Langzeitsicherheit. Das Bundesamt für Strahlenschutz BfS hat das Konzept zur Genehmigung eingereicht. Wir setzen uns kritisch mit diesem Plan auseinander, weil wir eine Lösung mit maximaler Sicherheit für heutige und zukünftige Generationen wollen, und weil wir gegen die Verwässerung der Anforderungen an Atommüllendlager insgesamt eintreten.
Das BfS ist Betreiber der Anlage und Antragsteller der Planfeststellung. Eine wichtige Rolle spielt auch die von der Atomwirtschaft getragene Deutsche Gesellschaft für den Betrieb von Endlagern DBE in Peine. Das Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt hat die Planfeststellungsunterlagen Ende 2009 ausgelegt. Über 12.000 Einwendungen, darunter eine Vielzahl von Einzeleinwendungen, erheben Bedenken gegen diesen Plan.
Bei der für Herbst angekündigten Erörterung werden wir die Einwendungen fundiert vertreten, denn nur, was hier vorgetragen wird, kann später gerichtlich eingefordert werden!
Dazu brauchen wir weiter fachliche Unterstützung von unabhängigen Wissenschaftlern, juristischen Rat und organisatorische Kraft. Im Morsleben-Workshop arbeiten BUND Sachsen-Anhalt e.V. , die BI Morsleben e.V., Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad, der Asse II Koordinationskreis sowie andere Organisationen und Parteien zusammen.
BUND Sachsen-Anhalt und BI Morsleben haben den „Sonderfonds ERAMorsleben-Stilllegung“ eingerichtet, um die notwendigen Mittel aufzubringen. Mit dem Sonderfonds sammeln wir Spenden für die Kosten der wissenschaftlichen Beratung, die Kosten der Rechtsberatung, die Informationsarbeit und ggf. auch der Finanzierung späterer Gerichtsverfahren.
Flyer des Sonderfonds ERAM-Stilllegung (576 kB)